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Prof. Karl M. Adlmannseder – ein Leben für die Keramik

zum Jubiläum 90 Jahre

Keramische Werkstätte Angermayer


Ausstellung im Museum Innviertler Volkskundehaus

21. September bis 25. November


Kunst und Brauchtum aus Pinsel und Ton“ – unter diesem Motto zeigt die Ausstellung einen Streifzug durch das keramische Schaffen des Eberschwanger Ton-Künstlers Karl M. Adlmannseder und der jubilierenden keramischen Werkstätte Angermayer.

Karl M. Adlmannseder wurde 1902 in Salzburg geboren, wo er seine Ausbildung an der privaten Kunstschule der Malerin Elfriede Mayer erhielt. Die Begegnung mit Künstlerpersönlichkeiten wie Anton Faistauer und Felix Albrecht Harta sollten für ihn prägend sein.


Sein Cousin Anton Angermayer aus Eberschwang erhielt seine Ausbildung in der berühmten Keramikwerkstätte Schleiss in Gmunden. Als Geselle fertigte er für verschiedene deutsche Keramikbetriebe Kachelöfen nach Entwürfen der Firma Schleiss an. Karl M. Adlmannseder folgte ihm nach Heidelberg, wo er eine hervorragende Ausbildung bekam.

 

Als Anton Angermayer 1927 den Hafnerbetrieb in Eberschwang von seinem Großvater übernahm, wollte er auf die Zusammenarbeit mit seinem Cousin nicht verzichten und holte sich Karl als freischaffenden Künstler für die gestalterische Arbeit. Dies sollte der Beginn einer dauerhaften Zusammenarbeit sein, die die Grundlage für den nun seit 90 Jahren bestehenden Handwerksbetrieb darstellt.

 

Der schöpferische Geist Karls gab sich nicht mit der Herstellung von Gebrauchs- und Kleinkeramik zufrieden. Er formte auch religiöse Szenen, Darstellungen des Innviertler Volkslebens, sowie Stadtansichten. Man lobte diese Werke allgemein als „besten Ausdruck echter Volkskunst“. Franz Lipp, der ehemalige Leiter der Volkskundeabteilung des Oö. Landesmuseums, bezeichnete Adlmannseder als „Ton-Poet“ aus Eberschwang. Es stellten sich immer mehr Kunden ein, die einen individuellen, handbemalten Kachelofen wollten. So findet man einen Prunkofen in der Festung Spielberg in Brünn mit Darstellungen aus dem Leben von Prinz Eugen. Adlmannseder fertigte Öfen für Repräsentationsräume von Schlössern (z. B. Vichtenstein, Kremsegg, Starhemberg) an, für einladende Gasthäuser, aber auch für Amtsräume in Gemeindeämtern wie Waldzell, Eberschwang oder Pram.

Viele weitere Werke des Künstlers erwarben Museen, so u. a. das Hetjensmuseum Düsseldorf, die Kunsthalle Mannheim, das Keramische Museum in Faenza (Italien), das Museum für angewandte Kunst Wien, das Oö. Landesmuseum und das Technische Museum in Wien.

 

Prof. Adlmannseder arbeitete bis zu seinem plötzlichen Ableben am 14. Juni 1981 in der Firma Angermayer. Anton Angermayer und Prof. Karl M. Adlmannseder waren 54 Jahre lang in einer beruflichen Symbiose vereint, die ein Ergebnis zeigt, das heute in Österreich einmalig ist.



Prof. Karl M. Adlmannseder – ein Leben für die Keramik

zum Jubiläum 90 Jahre

Keramische Werkstätte Angermayer

Ausstellung im Museum Innviertler Volkskundehaus

Dauer der Ausstellung bis 25. November 2017

Öffnungszeiten: Di-Fr 9-12 u. 14-17 Uhr, Sa 14-17 Uhr

 

Anmeldung: kultur@ried.gv.at, Tel. 07752/901 DW 301 od. 302

 

 

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