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Themenweg „Verwoben“ - Ried und das Leinen

Der Themenweg Themenweg erzählt die Geschichte der Leinenweberei & Textilverarbeitung.

Es ist kein Zufall, dass Rieds neues Einkaufszentrum den klingenden Namen „Weberzeile“ trägt: Zur Blütezeit des Handwerks lebten in der Stadt bis zu 900 Menschen von der Leinenweberei. Der Themenweg „Verwoben“ erzählt in zehn Stationen die Geschichte dieser so wichtigen Zunft und führt von der Weberzeile bis zur Stadtpfarrkirche und dem Museum Innviertler Volkskundehaus.


Weil die Leinenweber für ihre Arbeit Wasser brauchten, siedelten sie sich an den Fließgewässern in den Vormärkten an: an der Oberach, im Bereich der Weberzeile (ehemals Dr.-Franz-Berger-Straße), in der Rainerstraße, in Kalteneck und entlang der Breitsach in der Kellergasse.


In der heutigen Rainerstraße befand sich das Zunft- und Beschauhaus der Rieder Leinenweber, in dem alle 14 Tage Zunfttreffen, die sogenannten Zechtage, abgehalten wurden. Hier fand auch die strenge Qualitätsprüfung der Leinwände statt.


Rieder Leinen wurde weit über das Innviertel hinaus vertrieben, die Blütezeit des Handwerks lag zwischen dem 16. und dem 18. Jahrhundert. Es gab viele Weber und wenige Händler, die zum Teil großen Wohlstand erlangten, weil sie die Preise der Weber durch Vorkaufsrechte zu drücken versuchten. Zwei bedeutende Händlerdynastien, die Familien Heldenhamer und Hilleprand, sind auf den Grabplatten an der Südwand der Stadtpfarrkirche verewigt.


Beredte Zeugen einer langen Geschichte


Überhaupt stößt man in Ried noch auf etliche Spuren der Leinenweberzunft. Wie die Schneider, Fleischer, Tuchmacher, Müller, Bierbrauer, Schuhmacher und Bäcker hatte auch die Weberzunft als bedeutendste der Rieder Zünfte eine eigene Kapelle in der Pfarrkirche. Der Patron der Weber, der Hl. Ulrich, ist auf dem Altarbild dargestellt. Der Aufsatz des Kapellengestühls zeigt das Zunftzeichen der Weber – drei Weberschiffchen, in Dreiecksform angeordnet. Die Pietá für den Altar schuf 1785 kein Geringerer als Johann Peter Schwanthaler d. Ä. im Auftrag der Rieder Leinenweber.


Im Museum Innviertler Volkskundehaus ist neben zahlreichen Objekten zur Leinenerzeugung und dem Zunftzeichen der Rieder Weber auch der Handwebstuhl von Berta Schatzdorfer, der letzten Rieder Handweberin, zu besichtigen.


Außerdem haben sich viele Begriffe und Redewendungen aus der Textilverarbeitung wie „So a Gscher“, „sich verhaspeln“ oder „kein gutes Haar an jemandem lassen“ bis heute erhalten und Eingang in die Alltagssprache gefunden. Auch darauf geht der Themenweg „Verwoben“ ein.

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