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Historische Bauten

Geschichte auf Schritt und Tritt

Überall in Ried stößt man auf stumme Zeugen der Stadtgeschichte. Das malerische Rathaus mit seinem Turm, die markant rote Stadtpfarrkirche und die beiden Tore, die die einstige Stadtbefestigung markieren, erinnern an längst vergangene Zeiten. Allgegenwärtig ist in Ried auch die Bildhauerdynastie der Schwanthaler, die hier über fünf Generationen ansässig war (17./18. Jahrhundert).

 

Rathaus

Das ehemalige gotische Rathaus wurde bereits 1653 vollständig umgebaut, die Fassade war damals mit Bildern und Sprüchen aus der Gründungssage geschmückt. Es enthielt im Erdgeschoss ein „Brotgewölbe“, in dem die ortsansässigen Bäcker abwechselnd ihr Brot feilhalten durften und ein öffentliches „Waaggewölbe“. Aus dem „Bürgerstübl“ machte man 1791 einen „anständigen Zivilarrest“.

 

1893 gab der Architekt Raimund Jeblinger dem Gebäude ein romantisches Gepräge, an das heute nur noch wenige Details (Turm, Portal) erinnern. Erhalten geblieben ist noch der Ratssaal mit der Bürgermeistergalerie und kaiserlichen Porträts (Maria Theresia, Joseph II., Franz Joseph I.), die auf die historischen Ereignisse der Jahre 1779 (Friede von Teschen - das Innviertel kommt zu Österreich) und 1857 (Stadterhebung) hinweisen.

 

Dietmarbrunnen

Der Dietmarbrunnen befindet sich gleich neben dem Rathaus am Hauptplatz. Der seinerzeitige Schöpfbrunnen wurde durch eine barocke Brunnenanlage ersetzt. Das Standbild Dietmar des Anhangers, des sagenhaften Ortsgründers, wurde vom Rieder Bildhauer und Konkurrenten Thomas Schwanthalers, Veit Adam Vogl, 1665 geschaffen. Die Gründungssage basiert auf einem legendären Ereignis während des 3. Kreuzzuges (1189-1192). Dabei spielte der bäuerliche Bundschuh als Ersatz der im Kampf verlorenen Fahne eine entscheidende Rolle.

 

Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul

Die Pfarre Ried hat sich im Laufe der Geschichte (im 14. Jh.) von der Mutterpfarre Mehrnbach abgespalten. Der gotische Vorgängerbau ist noch im Turmuntergeschoss und an den Strebepfeilern des Presbyteriums erkennbar.

 

Ihre heutige Gestalt erhielt die Pfarrkirche St. Peter und Paul in den Jahren 1720-1734. Der 73 Meter hohe Turm wurde nach der Sturmkatastrophe 1929 in die heutige Form gebracht. Das Innere überrascht durch den weiten, tonnenüberwölbten Kapellensaal mit einheitlicher Stuckierung im Régence-Stil.

 

Jede der acht Langhauskapellen war früher einer ortsansässigen Zunft gewidmet, die auch für deren Ausstattung zuständig war.

 

Die Inneneinrichtung geht zum überwiegenden Teil auf das Wirken der Bildhauerfamilie Schwanthaler zurück. Besonders bemerkenswert ist in der Elendkapelle die Ölberggruppe, die Thomas Schwanthaler zugeschrieben wird.

 

Stammhaus der Schwanthaler

1669 kaufte Thomas Schwanthaler die halb gemauerte, halb hölzerne Behausung in der Priesterzeile. Das Haus war bis 1838 im Besitz der Bildhauerfamilie. Das Bildhauergeschlecht der Schwanthaler arbeitete hier in fünf Generationen, verzweigte sich von Ried aus nach anderen Orten (Wien, Krems, Passau und Gmunden) und lief zuletzt in zwei weiteren Generationen in München aus (Ludwig von Schwanthaler, Schöpfer der Bavaria).

 

Die bedeutendsten Rieder Schwanthaler sind Thomas (1643-1707), Franz (1683-1762) und Johann Peter der Ältere (1720-1795).

 

Der Gedenkfries wurde anlässlich des 1868 veranstalteten Schwanthaler-festes angebracht, gleichzeitig erfolgte die Umbenennung der Priesterzeile in Schwanthalergasse. Den zahlreichen Werken der Schwanthaler begegnen wir außer in Ried in vielen Kirchen der näheren und weiteren Umgebung.

 

Eine bedeutende Sammlung von Werken der Bildhauerfamilie Schwanthaler ist im Museum Innviertler Volkskundehaus zu sehen.

 

Braunauer Tor

Das Braunauer Tor war lange Zeit die alleinige Westausfahrt. Braunauer Tor und Schärdinger Tor sind die einzigen Bauten, die von der Befestigungsanlage erhalten sind. Das Linzer Tor wurde im 19. Jh abgetragen. Die Marktmauer wurde bereits im Spanischen Erbfolgekrieg (1704) zerstört. Die Wassergräben vor den Toren und Mauern wurden im 18. Jh. zugeschüttet.

 

Schärdinger Tor

Neben dem Braunauer Tor ist es die einzige erhaltene Toranlage der alten Befestigung. Auch Erltor (nach den Erlen am Wassergraben) oder Münsterer Tor genannt, bildete es die einzige Ausfahrt nach Norden. bis 1808 kontrollierten marktamtliche Torwächter, die im Obergeschoss wohnten, den Personen und Warenverkehr.

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