Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul
Die Pfarre Ried hat sich im Laufe der Geschichte (im 14. Jh.) von der Mutterpfarre Mehrnbach abgespalten. Der gotische Vorgängerbau ist noch im Turmuntergeschoß und an den Strebepfeilern des Presbyteriums erkennbar.
Ihre heutige Gestalt erhielt die Pfarrkirche St. Peter und Paul in den Jahren 1720 - 1734. Der 73 Meter hohe Turm wurde nach einem Brand und Windbruch 1929 in die jetzige Form gebracht. Das Innere überrascht durch den weiten, tonnenüberwölbten Kapellensaal mit einheitlicher Stukkierung im Régence-Stil versehen. Jede der acht Langhauskapellen war früher einer der ortsansässigen Zünfte gewidmet, die auch für deren Ausstattung zuständig waren.
Die Inneneinrichtung geht zum überwiegenden Teil auf das Wirken der Bildhauerfamilie Schwanthaler zurück. Besonders bemerkenswert ist in der Elendkapelle die Ölberggruppe, die Thomas Schwanthaler zugeschrieben wird.
Sowohl im Kircheninnern als auch an der südlichen Außenwand sind eine große Anzahl von bemerkenswerten Epitaphien eingemauert, darunter auch eines mit meistersingerlich gereimten Spruch, der an den Aufenthalt des Hans Sachs in Ried erinnert, wo er auf seiner Gesellenwanderung 1513 seinen "Güldenen Ton" ersann.

