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Blogbeiträge

Sommer in der Stadt - oder: es gibt immer was zu tun! Yippieyayayippieyippieyeah!

09.07.2021



Generationenpark (c) Franz Kaufmann
Generationenpark (c) Franz Kaufmann

Auch heuer stehen wir vor der Frage, wie die Sommer- und vor allem Feriengestaltung aussieht. Während man sich in den vergangenen Jahren überlegt hat, ob es im August in der Türkei, in Kroatien oder in Ägypten erträglicher ist, muss man sich bei diesjährigen Reiseplänen mit Ein- und Rückreisebestimmungen, 3G-Nachweisen und Grünen Pässen herumplagen. Viel einfacher, näher, klimafreundlicher und aufregender ist es dann, die Heimatregion zu erkunden. Vielleicht ist ja für den ein oder anderen etwas dabei, was man noch gar nicht am (Sonnen)Schirm hatte...

 

Denn in Ried und Umgebung finden sich zahlreiche Möglichkeiten, um 9 Wochen Sommerferien abwechslungsreich zu gestalten. Wer nicht ohnehin schon in seinem Verein musikalisch, sportlich oder wissensdurstig eingebunden ist, findet eine Menge sich über die Sommermonate "zuhause" zu beschäftigen.

 

Schwimmbegeisterte radeln ins Frei- oder Freizeitbad, Ehrgeizige besuchen die nach Renovierung wiedereröffnete Kletterhalle am Messegelände und Freigeister suchen sich ihre eigenen Ecken im Stadtpark. Dort wurde 2020 auch eine neue Attraktion geschaffen: der Generationenpark, der - wie es der Name schon verrät - allen Generationen Bewegung verspricht.

 

Die Leseratten verkrümeln sich am besten in der Stadtbücherei, wo man sich Bücher für schöne Tage ausleihen und welche an Schlechtwetter-Tagen direkt vor Ort verschlingen kann. Und wenn Maxi, Anna und Michi nicht zur Bücherei kommen können? Dann kommt die Bücherei zu ihnen. Denn im Sommer macht das Leserad seine Runden durch die Rieder Spielplätze. Apropos Spielplatz: beim Neptunbrunnen präsentiert die KiK KulturBühneRied ein umfangreiches Programm, bei dem auch an die Kleinen gedacht wird.

 

Für alle Kinder, die sich einer Gruppe anschließen wollen, gibt es im Rieder Ferienpass ein abwechslungsreiches Programm in der Stadt und den Nachbargemeinden, um Bewegungsdrang und Wissensdurst zu stillen.

 

Und es gibt so viele weitere Möglichkeiten: Kino, radeln, ... Oder sich einfach nur ein ruhiges Plätzchen suchen und ein Eis gännen - denn allein dabei ist man wegen der großen Auswahl an unterschiedlichsten Eissorten der Rieder Eisdielen der Rieder Eisdielen ja schon schwer beschäftigt.

 

#willkommenimsommer

 

Rieder Ferienpass

 

Freizeitbad

 

Stadtbücherei

 

Freizeit & Sport in Ried

 

Erfolgsfaktor StadtUp Ried – krisenfeste und motivierte Gewinnerprojekte

Wie haben die Gewinnerinnen und Gewinner von StadtUp Ried 1 & 2 ihre Anfänge überstanden?

21.05.2021


Die Gewinnerinnen und Gewinner von StadtUp Ried 1 & 2 sind gar nicht mehr aus Ried wegzudenken. Doch wie haben sie das erste Jahr ihres Bestehens und vor allem das letzte Corona-geprägte Jahr überstanden?



Max Gramberger - Obmann Verein TRAFOS
(c) Lothar Prokop
Max Gramberger - Obmann Verein TRAFOS
(c) Lothar Prokop

GIESSEREI als Vorzeigeprojekt in puncto Nachhaltigkeit


Hard Facts:

  • Eröffnung der GIESSEREI in der Rainerstraße 5 am 01.06.2021
  • zahlreiche fleißige Helfer*innen mit tausenden ehrenamtlichen Stunden
  • im EG: PopUp-Fläche mit wechselndem Angebot | GEA-Waldviertler
  • im 1. OG: Bistro KaffeeKOCHEREI mit selbstgemachten Limonaden und eigens für die GIESSEREI gebrautem Bier | Marktplatz mit regionalen & nachhaltigen Produkten
  • im 2. OG: CoWorking Space
  • in der Eislaufgasse: Oskar Pointecker mit seinem Atelier | Afranio Simoes betreibt im beco.Kaffee eine Rösterei, bietet Kaffeespezialitäten und brasilianische Köstlichkeiten

 

Fun fact:

  • trotz intensiver Planung gab es laufend bauliche Änderungen, weil die alten Mauern immer wieder Überraschungen hervorbrachten


„Neben den Handelsangeboten wollen wir in nächster Zukunft auch verstärkt Raum für Menschen bieten, die mit anderen gemeinsam einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Gestaltung unserer Zukunft leisten wollen. Persönlich bin ich immer wieder überwältigt von dem Ergebnis, das WIR als TRAFOS, als Gruppe, als Team geschafft haben. Ich hätte mir vorher nicht erwartet, dass es noch viel schöner wird als gedacht!“, so Max Gramberger, Obmann des Vereins TRAFOS



Viktoria Stanek und Stephanie Winklhofer-Ranftl
(c) 
Mediabomb - Florian Weibold
Viktoria Stanek und Stephanie Winklhofer-Ranftl
(c)
Mediabomb - Florian Weibold

Wohnzimmer-Wohlfühl-Flair im Brautatelier Ried

 

Hard facts:

  • Stephanie Winklhofer-Ranftl & Viktoria Stanek erfüllen Brautkleid-Träume.
  • Eröffnung am 08.08.2020 im 1. OG der Weberzeile 6
  • bei der Auswahl der Kollektion wird viel Wert auf besondere Materialien, moderne Stilrichtungen und Vielseitigkeit gelegt
  • Aktuell sind die beiden bei der neuen Kollektion, die ab Herbst erhältlich ist.

 

Fun fact:

  • Die Einrichtung im Brautatelier ist komplett selbstgemacht; was auch hieß, dass die Damen selbst zum Schweißgerät gegriffen haben.

 

„Corona hat die Hochzeitsbranche stark getroffen und beeinflusst diese nach wie vor. Gespürt haben wir dies nicht nur in der Unsicherheit unserer Bräute, sondern auch bei den Lieferanten, abgesagten Ordermessen und natürlich bei uns selbst während der harten Lockdowns, wo wir Anprobetermine von Bräuten teilweise 5mal verschieben mussten. Die Zeit der Lockdowns konnten wir perfekt für den Aufbau unseres Online Auftritts nutzen.

Was wir uns vorher nicht erwartet haben ist, dass unsere Kunden so unglaublich positiv auf die Atmosphäre und das Design des Brautateliers reagieren und sich von der 1. Minute an wie zu Hause fühlen. Das haben wir uns zwar von Anfang an gewünscht, jedoch hätten wir nie damit gerechnet, dass es so gut ankommt und genau den Anspruch der Kundinnen trifft.  Darüber sind wir super glücklich.“

 

Daniela Zaglmayr
(c) privat
Daniela Zaglmayr
(c) privat

Decor & More – durch Corona wurde my home zu my castle


Hard facts:

  • Decor & more gibt es seit September 2019 in der Bayerhammergasse 3
  • Zu finden gibt es skandinavisch inspirierte Geschirr-, Deko- und Geschenkartikel.
  • Seit März 2021 wurde das Geschäft auf jetzt 180 m² um Bekleidung & Accessoires im Scandi-Style erweitert.

 

Fun fact:

  • Die Eröffnung fand am 09.09.19 um 9 Uhr statt.

 

„Es war eine herausfordernde Zeit, die wir trotzdem sehr gut gemeistert haben. Die war natürlich nur Dank unserer treuen KundenInnen möglich. Meine Mitarbeiterinnen tragen selbstverständlich auch einen großen Beitrag dazu bei, nur als starkes Team kann man Ziele erfolgreich umsetzen. Es wurden seit Start in Ried 2 Mitarbeiterinnen zusätzlich aufgenommen. Herausfordernd war, während des ersten Geschäftsjahres und den Lockdowns stets seine Ziele zu verfolgen, immer motiviert zu bleiben und den Mitarbeiterinnen weiterhin einen Arbeitsplatz zu bieten. Von Vorteil war dabei aber auch, dass wir bereits einen Webshop hatten, auf den wir zu Zeiten der Lockdowns verweisen konnten. Dieser wurde sehr gut angenommen.“



Karin Hild & Karin Gigler
(c) Elisabeth Sitar-Pizzuti
Karin Hild & Karin Gigler
(c) Elisabeth Sitar-Pizzuti

körperRAUM – wo Training keine Plagerei ist


hard facts:

  • Das Trainingsstudio gibt es seit Anfang 2018 in der Wohlmayrgasse 4
  • Das Studio ist bestens ausgestattet mit modernen Trainingsgeräten
  • Die Geräte sind optimal für das Training von Koordination, Kraft, Beweglichkeit, Ausdauer und Schnelligkeit geeignet.
  • Zusätzlich sind Yogatherapie, Rückentraining und Zirkeltraining in Kleingruppe möglich.

 

Fun fact:

  • Wer sich vorab ein Bild vom Studio machen möchte, kann auf der Homepage einen virtuellen Rundgang durch alle Räume machen

 

„Seit Beginn hat sich unser Konzept kontinuierlich und sehr positiv entwickelt, wobei nie ein „worst case“ im Sinne eines Lockdowns vorstellbar war. Lockdown-bedingt neu in unserem Angebot waren outdoor Kurse im Rieder Stadtpark, am Prameter Badesee und online Kurse jeweils mit Schwerpunkt YOGA. In naher Zukunft werden im körperRAUM nun Projekte umgesetzt, die noch klarer die Qualität und Nachhaltigkeit im Bereich Training und Therapie hervorheben. Unsere Kunden dürfen sich zusätzlich auf ein breiteres Angebot im Fitness Kursprogramm freuen. Die fortlaufende Interaktion mit unseren Kunden hat uns wieder einmal mehr gezeigt, dass gerade in extrem belastenden Situationen die persönliche Beziehung den allerwichtigsten Baustein für ein effektives Training darstellt. Wir hatten nicht mit einer so hohen Bedeutung unserer Person gerechnet! Diese Wertschätzung unserer Kunden uns und unserem Studio gegenüber berührt uns enorm!“

 

Waltraud Murauer - HandMade
(c) Stefanie Spiesberger
Waltraud Murauer - HandMade
(c) Stefanie Spiesberger

Und wie geht es den anderen?


  • Die Zweitplatzierte von StadtUp 2.0, Waltraud Murauer, verkündete bereits bei der Prämierung, dass sie „so trawig“ sei. Und das hat sich seit Eröffnung vergangenen September nicht geändert. Auch wenn der Betrieb ihres Frühstückscafés „HandMade“ am Roßmarkt 22 Covid-bedingt eingeschränkt war, wusste sich die gelernte Änderungsschneiderin mit Take-Away Service ihrer gesunden Müslis, Porridges, veganen Kuchen und mittlerweile auch Salate zu helfen.
  • Immer trawig ist auch der Gewinner des ersten StadtUp-Durchgangs, Michael Schachinger. Der Orthopädieschuhmacher, der sich mit „Schuach“ am Kirchenplatz ansiedelte und ausreichend Arbeit für einen weiteren Mitarbeiter hätte.
  • Durch zwei Mitarbeiterinnen hat sich Carmen Gurita-Wiesbauer ihren „frech & wild Lieblingskinderladen“ am Hauptplatz 29 aufgebaut. Die Zweitplatzierte ließ auch während der Lockdowns nicht entmutigen und nutzte die Zeit für die Erweiterung ihres online-Shops, um nicht nur Kundinnen aus der Region, sondern auch beispielsweise auch aus Wien, Salzburg und dem angrenzenden Bayern mit der Lieferung von nachhaltiger Kindebekleidung und Spielzeug zufrieden zu stellen.
  • Corona-bedingt entfiel für viele der Urlaub 2020 und 2021. Dadurch hatten Aichinger Pool Technik mit Schauraum am Hohen Markt 8 ein Auftragshoch für die Ausstattung vieler Familiengärten mit Pools.

 

 

Das sind wir

Das Team vom Stadtmarketing Ried stellt sich vor!

15.04.2021

 

Wer steckt eigentlich hinter dem Stadtmarketing Ried?

Lernen Sie alle Teammitglieder etwas persönlicher kennen.

 

Fotocredits: Anna Zweimüller Photography | Marcel Hagen

 

 

Olga Fedik

Zuständigkeit: Projektleiterin, Hausmeisterin

 

Olga ist seit unglaublichen 4 Jahren beim Stadtmarketing. Sie blickt gerne über den Tellerrand hinaus - auch wenn sie gerne immer mehr machen würde, als im Budget enthalten ist.

 

Alter: 33 Jahre

Wohnort: Hofkirchen an der Trattnach

Ausbildung: Studium Geographie an der Uni Salzburg

Motto: "Umwege erweitern die Ortskenntnisse"

Der wichtigste Satz im Arbeitsalltag: "Ist heuer im Budget nicht vorgesehen."

Mein Geheimtipp für Ried: Der Blick abends von der Braunauer Straße auf die beleuchtete Stadt - Großstadtfeeling auf Innviertlerisch!

 

 

Alexandra Gföllner

Zuständigkeit: Projektassistentin, Sprücheklopferin

 

Alexandra ist seit August 2018 beim Stadtmarketing. Wenn sie sich nicht gerade mit der Buchhaltung herumschlägt, hat Alex immer einen witzigen Spruch auf Lager.

 

Alter: 29 Jahre

Wohnort: Dorf an der Pram

Ausbildung: HBLW Ried im Innkreis | Kolleg BAfEP Ried im Innkreis

Motto: "Ein Lächeln ist eine Kurve, die alles geradebiegen kann."

Der wichtigste Satz im Arbeitsalltag: "Die Rechnungsadresse ist nicht korrekt."

Mein Geheimtipp für Ried: Morgenstimmung am Hauptplatz in Ried - wenn die Sonne zwischen den bunten Fassaden hervorblitzt und das Stadtleben noch ruhig ist.

 

 

Susanna Hohensinn

Zuständigkeit: Projektassistentin, Frühstück-Aufschieberin

 

Susanna ist das "Küken" im Team und seit Anfang 2020 beim Stadtmarketing. Sie lässt sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen, außer sie muss aufgrund falsch verbundener Anrufe ihr Frühstück zu einem Spätstück aufschieben.

 

Alter: 26 Jahre

Wohnort: Pramet

Ausbildung: Studium Landschaftsplanung & Landschaftsarchitektur an der BOKU Wien

Motto: "Glück ist die Summe schöner Momente."

Der wichtigste Satz im Arbeitsalltag: "Sie haben sich verwählt. Sie sind hier beim Stadtmarketing."

Mein Geheimtipp für Ried: Dienstagfrüh durch den Grünmarkt schlendern und anschließend einen Kaffee in der Innenstadt genießen.

 

 

Roland Murauer

Zuständigkeit: Geschäftsführer, News-Ticker

 

Roland ist seit Juli 2015 Geschäftsführer des Stadtmarketings. Er versucht immer up to date zu sein und scheut keine langen Telefonate um an die neuesten News zu kommen.

 

Alter: 54 Jahre

Wohnort: Aspach

Ausbildung: BWL-Studium an der JKU Linz

Motto: "Die Zukunft ist keine Bestellung, auf deren Lieferung wir warten. Zukunft wird gemacht!"

Der wichtigste Satz im Arbeitsalltag: "Gibt´s was Neues?"

Mein Geheimtipp für Ried: Sicherlich kein Geheimtipp, sondern spricht man immer wieder an und macht mich stolz auf meine Heimatstadt - der Rieder Hauptplatz mit seinen vielen Details, welche man an den top gestalteten Hausfassaden immer wieder auf´s Neue entdecken kann.

 

 

Lois

Zuständigkeit: Bürokatze, Knuspertaschen-Vernichter, Tastatur-Tapser

 

Auf der Suche nach Fressen und Kuscheleinheiten kommt uns regelmäßig unser Nachbarskater Lois besuchen. Wenn also einmal eine E-Mail mit Schreibfehlern ankommt, ist es nicht unsere Schuld. ;)

 

Alter: fast 15 Jahre

Wohnort: Johannesgasse - Ried

Ausbildung: Basis-Lehrgang Bürotiger

Motto: "Geschlafen wird überall!"

Der wichtigste Satz im Büroalltag: "Miau!"

Mein Geheimtipp für Ried: Streifzüge durch die Nachbarschaft

 

 

 

Alle Infos gibt´s auch auf Instagram: treffpunkt.ried

 

#willkommenwirklichkeit

Dein Laden. Deine Idee. Deine Stadt.

11.03.2021

 

Was so heißt wie StadtUp in Bad Reichenhall, soll heute unsere Überschrift sein.

Denn sollte es nicht unser aller Ideal-Vorstellung sein?

Kleine Läden so fein, Produkte ausgewählt und sehr persönlich –

Nur nichts, was ist in allen Einkaufstempeln der Welt so gewöhnlich.

Der Ladeninhaber mit besonderer Geschichte,

der all seinen Kunden zaubert ein Lächeln auf die Gesichter.

Das ist was ganz Besonderes – hab ich aus Schweden, spricht er.

Der Kunde dreht es hin, dreht es her. Er will es haben so sehr.

 

Beim Weg hinaus flanieren zahlreiche Menschen an ihm vorbei,

lächeln, quatschen, tratschen, man hört Kindergeschrei.

Der kleine Oskar will unbedingt ein Eis, aber Mama geht einfach vorbei.

Das Schlumpfeis, es sieht so lecker aus. Mama schlägt Oskar diesen Wunsch aber aus.

 

Man trifft die Mizi, den Hans und die Anni am Markt,

dort, wo keiner die Stadt zuparkt.

Denn rasende Autos beim Flanieren und Café sitzen, das sieht keiner gern.

Natürlich geht man zu Fuß den Weg vom Parkplatz ins G’schäft,

auch wenn dieser ist vermeintlich noch so fern.

 

Wir müssen uns nur noch entscheiden – ob das obige Bild Ideal oder Wirklichkeit sein sollen.

Was wir von der Stadt tatsächlich haben wollen.

Ob es uns geht um Geschwindigkeit, vor der Tür parken und möglichst schnell durch,

ob so günstig wie möglich das Ding aus Schweden, Augen zu und Karte durch.

Wollen wir alles so beliebig und austauschbar wie möglich und schnell wie es nur geht,

oder eine echte Verkäuferin, die da im Laden steht.

Uns zum Pullover die passende Hose empfiehlt, die die besten Kurven im Spiegel erzielt.

Oder wird mit Idealen gespielt und die Welt online ist uns genug?

Genug, um zu leben, zu lächeln, zu quatschen, zu tratschen.

Genug für ein Schlumpfeis, das uns der Postbote dann bringt?

 

#willkommenwirklichkeit

 

Warum

04.02.2021

 

Die Geschichte, wieso wir hier sind. Warum wir das tun, was wir tun. Was uns antreibt und was nicht? #miteinanderzuhause

 

Eine Geschichte hat immer zwei Seiten. Die eine Seite klärt die Grundfragen und informiert über wer, was, wie, wo und wann. Auf diese Weise kennt sich der Leser respektive Zuhörer innerhalb kürzester Zeit aus und kann diese Information im Normalfall in Schubladen verteilen. Die andere Seite zeigt, warum das was und das wie und wieso in der Form zueinanderstehen. In unseren Geschichten ist es ebenfalls so. Wir alle haben einen Namen, eine Herkunft, sind aktuell eine bestimmte Anzahl an Jahren alt bzw. jung, haben aktuell eine bestimmte Haarfarbe, sind klein, groß, sind auf einem bestimmten Weg nach Ried und zu unseren Jobs gekommen. Aber warum sind wir hier?

 

Vorab ist zu sagen, dass wir eher wie die Jungfrau zum Kinde zu unseren Jobs gekommen sind den uns als Kind eine göttliche Prophezeiung ereilt hat. Denn heutzutage ist „beim Stadtmarketing arbeiten“ sicherlich kein von Kind auf eingeprägter Berufswunsch wie Arzt, Polizist oder Indianer. Geschweige denn, dass man an der Uni beigebracht bekommt, dass ein Stadtmarketing einen nicht unwesentlichen Teil in der Stadtentwicklung leistet. Oder leisten kann, wenn man denn berechtigt ist etwas leisten zu dürfen. Gemäß Karl Valentin: „Mögen täten wir schon wollen, aber dürfen haben wir uns nicht getraut.“

 

Uns geht es nicht darum, die Welt zu verändern und miteinander fröhlich jauchzend und Händchen haltend um den Maibaum zu tanzen. Uns geht es um ein Miteinander. Uns geht es darum, ein Miteinander im Denken zu schaffen. Für eine gemeinsame Vision. Für das Auftreten einer Stadt, von dem jeder Besucher, Bewohner und jeder, den es wieso auch immer nach Ried verschlägt, vom ersten Schritt an begeistert ist. Damit alle, die Ried hören, gleich an das im Innkreis denken müssen. Weil wir miteinander und in, mit und wegen unserer Stadt so „klass“ sind – wie der Innviertler sagt. Und wie werden wir so „klass“? Miteinander! In dem wir miteinander reden, uns auf Dinge einlassen, die erstmal komisch klingen, auch die Position des jeweils anderen einnehmen. Wir sind keine Händler, keine Gastronomen, keine Unternehmens-Chefs von tausenden Mitarbeitern. Wir können nicht vorschreiben, wie Schaufenster zu dekorieren, wie Fassaden zu streichen sind und wie die Lehrlings-Kampagne aussehen soll. Aber wir können unterstützen und kommunizieren. Das Ziel heißt: „Hey, schau mal - was für ein tolles Schaufenster, was für ein frischer Farbtupfer in der Stadt, was für eine coole Lehrlings-Kampagne – bewirb dich doch mal!“ „Hey, schau mal, unsere Stadt ist super, zum Einkaufen, zum Arbeiten, zum Lernen, zum Leben, zum Zuhause fühlen.“

 

Wer entscheidet darüber, ob dieses Zuhause-Gefühl entstehen kann? Jede*r einzelne von uns – über ein Miteinander, über Kommunikation und Verständnis. Denn gerade in diesen Zeiten ist ein Miteinander wichtiger denn je.

 

#willkommenzuhause

 

Jetzt mal ehrlich!

26.11.2020

 

Dieses Weihnachten wird ein besonderes Weihnachten. Dieser Spruch ist uns allen bekannt, solange wir hören und vor allem verstehen können, was da gesagt wird. Das suggeriert uns jedes Jahr auf’s Neue die Familie, der Handel, allen voran die Werbung. Und in diesem Jahr stimmt das auch um ein Stück mehr als sonst, denn selten zuvor werden viele von uns so ein – sagen wir es milde – komisches Weihnachten erleben. Dürfen wir uns überhaupt mit der Familie im größeren Kreis treffen, dürfen wir uns umarmen und selbst wenn wir es nicht dürfen, aber trotzdem tun: steht dann der Gesundheitsminister mit einer roten Laterne vor der Tür und hebt den Zeigefinger? Und wie ist das mit den Geschenken, wenn man möglichst viele hübsch verpackte Päckchen in möglichst wenigen Tagen sammeln will, aber möglicherweise nicht darf?

 

Wenn wir jetzt aber mal ganz ehrlich sind und allen Spaß an Geschenken hinten anstellen, ist doch das wichtigste überhaupt, dass wir gesund sind. Nicht nur bis Weihnachten, an Weihnachten und darüberhinaus. Nichts zählt mehr, als gesund aufzuwachen und sich über jeden Tag freuen zu können, an dem man sich nicht mit Notfallnummern und Arztbesuchen auseinandersetzen muss.

 

Wobeeeeiiii … wenn wir jetzt nochmal wirklich und ganz ehrlich sind, ist gesund sein in jedem Fall wichtig. Aber dürfen wir uns dann bei allem Demut vor dem Leben nicht auch ein wenig beschenken und beschenken lassen an diesem besonderen Weihnachten heuer? Muss ja nichts Großes sein. Nichts Teures. Nichts Aufwendiges, was in 3 m Geschenkpapier verpackt werden muss. Sondern einfach nur eine kleine, feine, lieb gemeinte Aufmerksamkeit. Für die Kinder, weil sie mit Home Schooling ein wenig mehr Disziplin gelernt haben. Für Mama, weil sie im Home Schooling und Home Office und Home Householding so viel Geduld hatte. Für Oma, weil sie so tapfer die besuchsfreie Zeit überstanden hat. Für diejenigen, die pflichtbewusst jeden Tag ihrem Job nachgegangen sind und damit unsere Welt aufrecht erhalten haben.

Lasst uns ehrlich, demütig, dankbar und tapfer sein – denn dieses Jahr ist ein besonderes.

 

Mutig sein - in Zeiten wie diesen.

09.07.2020

 

„In Zeiten wie diesen“ ist derzeit Covid19-bedingt ein oft verwendeter Ausdruck. Alles wird relativiert, man fährt auf Sicht, behält sich Veranstaltungen gemäß Verordnungen vor, vieles wird im Konjunktiv formuliert. Nicht den Mut für „eigentlich“ geplante Schritte zu verlieren ist dabei wohl die größte Herausforderung. Denn Corona wird eines Tages vorbeigehen und jede*r wird sich fragen, was man daraus gelernt hat, was man hätte anders machen können, wollen und sollen. Hätte man früher den Mut ergreifen müssen und sich etwas trauen, „weil’s grad jetzt eh scho wurst is“?

 

Wir können in jedem Fall diejenigen bewundern, die sich „in diesen Zeiten“ etwas trauen. Neue Wege gehen – trotz Corona – sich nicht entmutigen lassen und Neues gründen.

Von diesem Mut profitiert Ried außerordentlich. Während andernorts Geschäfte schließen müssen, trauen sich die Rieder*innen in neue Fahrwasser und ja – sie fahren anfangs durchaus auf Sicht – aber letztendlich setzen sie damit die Segel für ihre eigene Zukunft und bekräftigen den Standort. Denn die Vielzahl an Neugründungen zeugt vom Vertrauen, den die Wagemutigen vor allem in sich selbst, aber auch in Ried haben.

Denn wann und wo würde es besser passen neue Schritte zu wagen als gerade jetzt und im Neugründer-Standort Ried – in Zeiten wie diesen?!

 

Zwischen Juni und September begrüßen wir laufend neu in der Stadt:

den „Ice Cream Shop“ am Stelzhamerplatz 10,

das Kosmetik- und Fusspflege-Studio „Claudia“ und „Karin“ in der Bahnhofstraße 11,

den Friseurbedarf „Roma“ am Hauptplatz 37,

das griechische Restaurant „Dionysos“ am Roßmarkt 19,

den Friseursalon „Sabsiih’s Wohlfühloase“ am Roßmarkt 2,

das „Brautatelier Ried“ in der Weberzeile 6

das „Nähcafé“ am Roßmarkt 22.

 

Ein Hoch auf die Mutigen!

#willkommenzuhause

 

Die Geschichten hinter bloßen Zahlen - mehr wert als Mehrwert

19.06.2020

 

Die Welt besteht scheinbar nur noch aus Zahlen. Aktuell dreht sich vieles um Infizierte, Genesene, Arbeitsplätze, … In unserem Stadtmarketing-Kosmos haben wir uns in den vergangenen Tagen auch viel mit Zahlen beschäftigt, denn diese sind bei den Rieder Mehrwert-Tagen in die Höhe geschossen. Anzahl der eingegangenen Rechnungen, Rechnungssumme, Gutschein-Höhe und so fort.

 

Und auch wenn die Zahlen aufgrund der großen Teilnahme rein quantitativ betrachtet mehr als bemerkenswert sind, vergißt man oft einmal die Menschen dahinter. Denn hinter jedem Gewinner steckt eine Geschichte, die man bei der Übergabe der Rieder Schwanthaler Zehner zu hören bekam.

Eine Dame, die durch Corona ihren Job verloren hat und ein dringend benötigtes Pickerl machen musste… eine Braut, die ein paar Tage vor der Hochzeit ihre Ausgaben wieder bekam… eine Krankenschwester, die nicht tagsdrauf zur Übergabe erscheinen konnte, weil sie zwei anstehende Nachtschichten zu absolvieren hatte… eine 83-Jährige, die sich modisch nochmal rundum neu eingekleidet hat – denn Stil ist keine Frage des Alters…

 

Bei der Information des Geschäftsinhabers über Gewinn und Fototermin bekam man auch desöfteren zu hören „Ah, die Frau Maier, Müller, Huber, freut mich, dass es ausgerechnet sie getroffen hat.“ Denn jeder Kunde ist zugleich auch ein Mensch, zu dem man eine Verbindung aufbaut. Ob man ihn nun einmalig beim Schuhe kaufen berät oder eine langjährige Stammkundschaft pflegt. So oft haben sich auch Geschäftsinhaber und Kunde mit einem fröhlichen Du begrüßt, weil man sich nun mal kennt. Weil man von beiden Seiten froh um einander ist. Der Inhaber froh über den Kunden und der Kunde froh über den Inhaber – weil eben genau dieser weiß, welche Schuhgröße man braucht, welcher Mode-Stil zu einem passt, welche Blumen man gerne mag und welches Feierabend-Bier man gerne trinkt.

 

Die Post bring allen was. Aber was bringt sie denn da eigentlich?

04.06.2020

           

Regional einkaufen ist aktuell wichtiger denn je. Das wissen wir, darum werden wir von oberster politischer Instanz gebeten und daran halten wir uns natürlich alle unumgänglich. Denn nur so überlebt die heimische Wirtschaft. Unbeirrbar halten wir uns an dieses Mantra und unterstützten lokale Betriebe...

Wir haben diejenigen gefragt, die es wissen müssen. Mitarbeiter der Post.

 

Frau M. (Anm.: Name geändert): Sie arbeiten im Post-Verteilerzentrum in Aurolzmünster, in dem die Post für einen Großteil der Gemeinden im Bezirk Ried abgefertigt wird. Seit wann arbeiten Sie dort und was genau ist Ihre Aufgabe?

Ich bin seit 2012 im Post-Verteilerzentrum in Aurolzmünster. Meine Aufgabe liegt in der Vorverteilung, sprich Pakete und Werbung aufteilen und Briefe und Zeitungen kartieren.

 

Reden wir von den Zeiten vor Corona: Wie viele Päckchen am Tag bekamen Sie im Schnitt in die Hände?

Ganz genau kann ich es nicht sagen, aber um die 3.000 Pakete sind es ungefähr pro Tag.


Wie hat sich die Situation mit Beginn der Corona-Maßnahmen geändert? Sind es mehr Briefe, mehr Pakete? Mehr privat verschickt oder Pakete von Handelskonzernen?

Die Situation hat sich dahingehend verändert, dass es auf alle Fälle mehr Pakete sind und weniger Werbung, die ausgesendet wird. Es werden mehr Pakete von Handelskonzernen verschickt.


Gibt es bestimmte Anbieter, die mehr geworden sind?

Ja. Amazon.


Seit einigen Wochen sind nun endlich wieder Geschäfte geöffnet, so dass Einkäufe auch wieder vor Ort erledigt werden können. Merken Sie seither einen Rückgang von Paketlieferungen?

Nein, einen wirklichen Rückgang bei den Paketen merkt man nicht.

 

Können Sie den online-Shop- Wahnsinn nachvollziehen; v.a. jetzt, da wieder alle Geschäfte geöffnet haben?

Nein nicht wirklich, weil es in Ried genau das gleiche zu kaufen gibt. Der Vorteil im Internet ist – so meint man zumindest -, weil es dort billiger als in Ried ist.

Interview mit einer Mitarbeiterin des Post-Verteilerzentrums

(Datum: 04.06.2020)


*****

 

Herr Emprechtinger, die Post ist einer der unermüdlichen Kämpfer, die auch während des Corona-Lockdowns ein wichtiger Träger der Versorgung war. Seit wann arbeiten Sie bei der Post?

Ich bin seit 1986 bei der Post dabei.

 

Sie stehen täglich am Postschalter: Hat sich bei der Paketaufgabe mit dem Schließen von Geschäften im März etwas verändert?

Seit die Geschäfte im März geschlossen haben, hat sich der Anteil der aufgegebenen Pakete um ca. 30% erhöht. Vor allem wurden von privaten Personen viele Ostergeschenke verschickt.

 

Was hat sich beim Paketversand seit Anfang Mai verändert, da nun ja eigentlich wieder alle Geschäfte geöffnet haben?

Seit Anfang Mai merkt man, dass die Online-Shops wieder etwas weniger Geschäft machen. Zumindest ist da ein Rückgang von ca. 10% der gesamten Sendungen (Anm. Pakete, aber auch Briefe, Rechnungen, etc.) zu vermerken.

 

Wie viel Pakete glauben Sie, werden wieder zurückgeschickt?

Es werden von den bestellten Waren ungefähr 10% wieder zurückgeschickt.

 

Kuriositäten, die Ihnen unterkommen?

Da gibt es viele, aber in den letzten Wochen waren es viele unförmige Sendungen wie z.B. bestellte Gartengarnituren oder Rasenmäher, die mir besonders im Gedächtnis geblieben sind.

Interview mit Rainer Emprechtinger – Leitung Postfiliale Ried im Innkreis (Datum: 20.05.2020)


*****

 

Wir bedanken uns bei den Befragten für Ihre offenen Antworten und stellen uns die Frage, was sich die knapp 25.000 Haushalte des Bezirks Ried täglich (!) in 3.000 Paketen so schicken lassen…

 

Natürlich kaufen wir jetzt alle regional. Oder nicht?

20.05.2020

 

Die Zukunftsforscher sind sich sicher: wir alle werden aus Corona lernen. Nach der entbehrungsreichen Zeit, in der ausnahmslos jede*r von uns vor bisher ungekannte Herausforderungen gestellt wurde und zum Teil noch immer ist, ein unbestrittener Satz und eine logische Schlussfolgerung. Meint man... Und so stehen wir am 02. Mai 2020 um 8.30 Uhr Schlange vor dem nächsten Möbelriesen. Wir hätten daraus gelernt, meint man...

 

Genauso hat uns die Krise gelehrt, dass regionales Einkaufen immens wichtig ist, damit unsere heimische Wirtschaft überleben kann, Arbeitsplätze gesichert werden, Wohlstand gehalten wird. Natürlich kaufen wir jetzt - allen Aufforderungen von Bundeskanzlern, Wirtschaftskammern und Co. treu folgend - nur noch lokal, maximal regional. Miteinander füreinander, damit alle überleben. Meint man...

 

Gleichzeitig lesen wir, dass der größte Versandhandel ever seinen Umsatz im 1. Quartal 2020, dem Beginn des Corona-Lockdowns, um 26 % steigern konnte. Das Vermögen des Besitzers und bereits vorher reichsten Mannes der Welt - Jeff Bezos - wuchs in der selben Zeit um $ 29 Mrd. Macht ein Gesamtvermögen von $ 143,9 Mrd., das Herr Bezos für sich beansprucht. Wofür ein Einzelner so viel Geld überhaupt ausgeben könnte?

 

Und gleichzeitig sehen wir täglich Bilder oder Videos von Unternehmer*innen, die um ihre Existenz bangen, weil sie Waren nicht verkaufen konnten, im Förderdschungel keinen Ausweg fanden und nicht einmal Antworten auf dringende Fragen bekamen. Unternehmer, bei denen es schon an ein paar Tausend Euro scheiterte, so dass Miete, Mitarbeiter oder neue benötigte Einkäufe nicht bezahlt werden können.

Nehmen wir an, ein Kleinunternehmer hat monatlich 3.000 € an Fixkosten, dann sind das 0,0001% von dem, was allein Bezos zwischen Januar und März reicher gemacht hat.

 

Natürlich kann man sagen, dass Geschäfte nun mal nicht offen haben durften, während Online-Shops 24/7 verfügbar sind, und dass lokalen Geschäftstreibenden mehr Online-Aktivität eine bessere Ausgangsposition verschafft hätte. Hätte, hätte, Fahrradkette...  Verbleiben wir im Konjunktiv: auch wenn jeder lokale Händler online präsent wäre und sogar Waren liefern würde - würden wir das tatsächlich in Anspruch nehmen? Oder ist es der bequemere Weg Amazon aufzurufen, ein Klick, Warenkorb, Lieferung in 24 Stunden?

 

Denken wir weiter: wenn jeder nur noch Online-Shops bedient und jeder Innenstadt-Händler zum Postboten seiner Waren wird, was wird dann aus unseren Städten? Potemkinsche Fassaden, abgeklebte Schaufenster, leere Geschäftslokale, die mit so viel Gastronomie gar nicht aufzufüllen wären, nur noch diejenigen auf den Straßen, die eine wirklich unumgängliche Leistung in der realen Welt beanspruchen müssen? Kein Leben, kein Toben, keine Inspiration im Schaufenster, sondern nur noch gezielte Vorschläge von Algorithmen gesteuerten Suchmaschinen?

 

Wir wollen nicht mit erhobenem Zeigefinger mahnen, Online-Shops verteufeln, Weltuntergangs-Szenarien ausmalen. Alles hat seine Daseinsberechtigung und es gibt Gründe, warum man gerade nicht aus dem Haus kann oder derzeit darf. Aber fragen wir uns doch, ob unser Ziel sein sollte, diese Suchmaschinen zu speisen, ob wir die Party-Flaschendeckel gerade jetzt so dringend benötigen, ob man sein Geld, mit dem viele nun umso vorsichtiger umgehen müssen, für etwas ausgibt, dass in unserem Lebensumfeld nicht ein bisschen Mehrwert erzeugt.

 

Keine Stadt ist auch keine Lösung.

07.05.2020


Wir alle sind online. Wir kaufen dort ein, lassen uns von dort Essen liefern, suchen & finden die Liebe oder zumindest eine Form davon. Wir halten Kontakt mit Freunden und neuerdings sind wir mehr oder minder dazu gezwungen, dort zu arbeiten und zu lernen.

 

Wofür brauchen wir dann überhaupt noch eine Stadt? Und zwar eine Stadt, wie wir sie alle glauben zu kennen und deshalb auch glauben sie haben zu müssen. Wo doch heutzutage eh schon so viel "dort" geht oder besser gesagt zu dir kommt - per e-mail, Video oder Postbote.

Wenn alles zu mir kommen kann, wozu nehme ich dann noch den Weg in eine Stadt auf mich, um dann einen freien Parkplatz und als nächstes gleich den Parkscheinautomaten suchen zu müssen. Sonst wird´s teuer. Dann dränge ich mich durch Menschen und versuche nicht einzuatmen, sobald einer auch nur ansatzweise meiner eigens definierten Corona-Komfortzone überhaupt auch nur näherkommt.

 

Und doch - die Parkplatzsuche ging heute irgendwie leichter als gedacht, sind eh so viele vorhanden. Jetzt noch schnell zur Apotheke; die anderen werden sicher schon warten und hatten Anstand "genug" sich für den Weg zu belohnen und sich den 1. Spritzer zu bestellen - ohne mich. Ah schau her, der Pullover im Schaufenster, coole Farbe, muss ich anprobieren. Und jetzt wo ich ´s sehe, das orientalische Kochbuch könnt ich mir dann auch gleich hier kaufen, kostet ja überall gleich viel.

 

Gerade in den letzten Wochen des vermeintlichen Lockdowns haben wir gemerkt, was uns wirklich fehlt. Die Grundversorgung war immer gegeben, aber der Freiraum fehlte. Wie auch immer jeder für sich Freiraum definiert. Wieder in die Stadt zu gehen, auf einen Kaffee oder einfach mal mit offenen Augen durchschlendern, anderen nahe sein oder beim nächsten Wochenmarkt mit Gerda auch wirklich ratschen zu dürfen, so ganz ohne Maske. Denn den Salat krieg ich auch bei mir um´s Eck, den neuesten Tratsch eben nicht.

 

Gelernte Wege, gewohnte Treffpunkte, hier ein Plausch, hängt da etwa ein neuer Partenzettel? Daheim kriegst ja gar nix mehr mit. Das bestellte Kleid von "dort", das dann eh nicht gepasst hat, das hätte ich auch gleich hier kaufen können. Dann hätte es gleich gepasst, ganz ohne Rückversand.

 

Eine Stadt ist nicht gleich eine Stadt. Jede hat dieselben Funktionen und doch ist jede anders. Und die gilt es nun wieder für sich, mit sich, mit anderen und dank anderen zu entdecken.

 

#willkommenzurück

 

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